Agentur ignis
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Content-Migration beim Relaunch: Was übernommen werden sollte und was nicht

Bei Relaunches wird Content oft in zwei Extremen behandelt. Entweder soll fast alles mitgenommen werden, weil bereits Arbeit darin steckt. Oder es wird radikal gekürzt, ohne sauber zu prüfen, was davon weiterhin relevant ist.

Beides ist problematisch. Eine gute Content-Migration braucht Auswahl, keinen Automatismus.

Migration ist ein eigener Arbeitsschritt

Viele Relaunches planen Design, Technik und Seitenstruktur sorgfältig. Inhalte kommen erst später. Das führt dazu, dass alte Texte blind kopiert oder unter Zeitdruck umsortiert werden.

Content-Migration gehört deshalb früh in die Planung, als eigener Schritt mit eigenem Zeitpuffer.

Was übernommen werden sollte

Sinnvoll zu übernehmen sind Inhalte, die weiterhin fachlich korrekt, strategisch passend und für Suchmaschinen wertvoll sind. Das betrifft oft:

  • belastbare Fachartikel
  • relevante Leistungsinhalte
  • Referenztexte, die noch zutreffen
  • rechtliche oder grundlegende Informationsseiten

Übernommen bedeutet nicht unverändert übernommen.

Was besser neu gedacht wird

Kritisch sind Inhalte, die auf der alten Website nur aus Gewohnheit existierten: schwache Textflächen, doppelte Aussagen, veraltete Leistungsbeschreibungen oder Seiten ohne klare Funktion.

Ein Relaunch bietet hier die Gelegenheit zu verdichten und klarer zu strukturieren.

Struktur, SEO und Pflege hängen zusammen

Bei Migration geht es nicht nur um Text. Es geht um neue Seitenlogik, Weiterleitungen, interne Verlinkung und spätere Pflegbarkeit. Deshalb berührt das Thema sowohl was ein CMS für moderne Marketing-Websites leisten muss als auch was nach dem Website-Launch oft vergessen wird.

Ein realistischer Migrationsprozess

Sauber wird es meist in vier Schritten:

  • Bestand erfassen
  • Inhalte bewerten
  • Inhalte neu zuordnen oder verdichten
  • Weiterleitungen und Nachpflege mitdenken

So wird Content-Migration vom Restthema zur Qualitätsfrage.

Fazit

Ein Relaunch wird nicht besser, weil neue Seiten gebaut werden. Er wird besser, wenn Inhalte bewusst übernommen, neu strukturiert oder konsequent aussortiert werden.

Bei Inhalten lohnt die Frage "alles oder nichts" selten. Sinnvoller ist: Was trägt die neue Website wirklich weiter, und was bremst sie mit Altlasten?